Nettovermögen ist gleich Vermögenswerte gesamt minus Verbindlichkeiten gesamt. Das ist die gesamte Berechnung — es gibt keine versteckte Gewichtung, keine Anpassung nach Alter oder Einkommen und keine Hochrechnung im Hauptrechner. Sie geben aktuelle Werte ein, der Rechner addiert die eine Spalte, zieht die andere ab und zeigt das Ergebnis. Diese Seite erklärt genau, was in jede Spalte gehört und wie jedes Feld bewertet werden sollte, damit das Ergebnis Ihre tatsächliche finanzielle Lage widerspiegelt und nicht nur eine grobe Schätzung.
Bargeld & Ersparnisse — der aktuelle Kontostand von Giro- und Sparkonto sowie Tagesgeldkonten. Verwenden Sie den heutigen Kontoauszug, nicht einen Jahresdurchschnitt.
Altersvorsorgekonten — betriebliche und private Altersvorsorge, bewertet zum aktuellen Marktwert des letzten Kontoauszugs. Das ist der Wert, den das Konto heute im Portal Ihres Anbieters anzeigt, nicht die Summe der eingezahlten Beiträge über die Jahre — Beiträge wachsen oder schrumpfen mit dem Markt, deshalb zählt der aktuelle Stand.
Investitionen — Wertpapierdepots, Einzelaktien, Anleihen, Fonds und ETFs außerhalb der Altersvorsorge. Auch hier gilt: aktueller Marktwert, nicht der ursprüngliche Einstandspreis.
Immobilienwert — der realistische aktuelle Marktwert einer Immobilie, nicht der ursprüngliche Kaufpreis und nicht die Restschuld der Hypothek (die gehört separat zu den Verbindlichkeiten). Ein aktuelles Gutachten ist die genaueste Quelle; eine vorsichtige Schätzung anhand vergleichbarer Verkäufe in der Umgebung ist ein akzeptabler Ersatz.
Fahrzeugwert — was das Fahrzeug heute bei einem privaten Verkauf realistisch einbringen würde, üblicherweise mehr als ein Inzahlungnahme-Angebot beim Händler und weniger als der Neupreis. Fahrzeuge verlieren kontinuierlich an Wert, deshalb sollte diese Zahl bei jeder Neuberechnung aktualisiert werden.
Sonstige Vermögenswerte — alles mit echtem Wiederverkaufs- oder Liquidationswert, das in keine der obigen Kategorien passt: ein eigenes Unternehmen, wertvolle Sammlerstücke, eine Lebensversicherung mit Rückkaufswert oder wertvolle Ausrüstung. Der Test ist einfach — ließe sich der Posten tatsächlich zu ungefähr dem eingegebenen Wert zu Geld machen?
Hypothekensaldo — die heute noch offene Restschuld des Immobiliendarlehens, ersichtlich im aktuellen Kontoauszug der Bank. Das ist nicht die monatliche Rate und nicht die ursprüngliche Darlehenssumme — sondern das, was noch zu tilgen ist.
Studienkredite — der aktuelle offene Gesamtsaldo über alle Studienkredite hinweg. Bei mehreren Krediten oder Anbietern werden diese addiert.
Autokredite — die verbleibende Ablösesumme eines Fahrzeugkredits, ersichtlich im Kundenportal der Bank oder im letzten Kontoauszug, nicht die ursprüngliche Kreditsumme.
Kreditkartenschulden — der tatsächliche aktuelle Saldo über alle Karten hinweg, nicht das gesamte verfügbare Kreditlimit. Wer Karten monatlich vollständig ausgleicht und keinen Saldo trägt, trägt hier null ein.
Sonstige Schulden — Privatdarlehen, Arztrechnungen, Steuerschulden, von Familie oder Freunden geliehenes und rückzahlungspflichtiges Geld sowie mitunterschriebene Kredite, für die rechtlich weiterhin gehaftet wird, auch wenn jemand anderes die Raten zahlt.
Das hier berechnete Nettovermögen umfasst nicht das zukünftige Erwerbspotenzial, zu erwartende Erbschaften, noch nicht erhaltene Rentenansprüche oder den Wert von Ausbildung und Fähigkeiten ("Humankapital"). Das sind reale und oft bedeutende Bestandteile der gesamten finanziellen Situation, aber keine Vermögenswerte im bilanziellen Sinne — ihnen lässt sich kein fester aktueller Wert zuordnen, und sie lassen sich nicht sofort zu Geld machen. Der Rechner zieht außerdem keine Steuern ab, die bei einer Veräußerung anfallen würden (etwa Kapitalertragsteuer bei einem Wertpapierverkauf oder Steuern bei einer vorzeitigen Auszahlung der Altersvorsorge) — das Ergebnis ist also ein Bruttowert, nicht das, was nach vollständiger Auflösung tatsächlich übrig bliebe.
Sämtliche Berechnungen laufen lokal im Browser über das mit dieser Seite ausgelieferte JavaScript ab. Kein Eingabefeld wird an einen Server übertragen, protokolliert oder gespeichert — sobald die Seite geschlossen oder neu geladen wird, sind alle Eingaben verschwunden. Das ist eine bewusste Entscheidung: Eine Nettovermögensberechnung berührt sensible finanzielle Details, und der einfachste Weg, diese Informationen privat zu halten, besteht darin, sie erst gar nicht zu übertragen.
Ein wiederkehrendes Prinzip dieser Methodik ist die konsequente Verwendung des aktuellen Marktwerts statt historischer Zahlen wie Kaufpreis oder ursprünglicher Kreditsumme. Der Grund dafür ist einfach: Nettovermögen soll die finanzielle Lage zum heutigen Zeitpunkt abbilden, nicht die Vergangenheit. Ein vor zehn Jahren gekauftes Wertpapierdepot ist heute mehr oder weniger wert als der damalige Kaufpreis, je nach Marktentwicklung — und nur der heutige Wert ist relevant, wenn die Frage lautet, was jemand besäße, würde er heute alles verkaufen. Dasselbe Prinzip gilt für Kredite: Nicht die ursprünglich geliehene Summe zählt, sondern die tatsächlich noch offene Restschuld nach bereits geleisteten Tilgungen.
Da sich Marktwerte, Kontostände und Kreditsalden laufend verändern, ist eine einzelne Berechnung immer nur eine Momentaufnahme. Für einen aussagekräftigen Trend empfiehlt sich eine feste Aktualisierungsroutine — vierteljährlich ist ein gängiger Rhythmus, monatlich für alle, die genauer verfolgen möchten, jährlich als Minimum. Entscheidend ist weniger die genaue Frequenz als die Konsistenz: Werden bei jeder Aktualisierung alle Felder mit denselben Quellen und zum gleichen Stichtag erfasst, bildet die Reihe der Ergebnisse tatsächlich die eigene finanzielle Entwicklung ab, statt durch unterschiedliche Erhebungszeitpunkte verzerrt zu werden.
Dies ist ein Bildungswerkzeug für Berechnungen, keine individuelle Finanz-, Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Es kann weder die persönliche Steuersituation noch Fragen zu gemeinschaftlichem versus individuellem Eigentum oder komplexe Strukturen wie Stiftungen und Firmenbeteiligungen berücksichtigen. Für Entscheidungen, die von solchen Details abhängen, kann eine qualifizierte Finanz-, Steuer- oder Rechtsfachperson Aspekte prüfen, für die ein allgemeiner Rechner nicht ausgelegt ist.